Jagdverein Diana Hünfeld e.V.

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Preiswert, gesund und schmackhaft

  • Mittwoch, 14. Mai 2008 um 21:54
  • Aktualisiert ( Mittwoch, 14. Mai 2008 um 21:56 )
Preiswert, gesund und schmackhaft
Rita Baier aus Rasdorf liebt als erfahrene Jägerin Wildgerichte / Frischlingskeule zum Fest

Rasdorf
„Preiswert, gesund und schmackhaft!“ Rita Baier bringt die Vorteile von Wildfleisch auf den Punkt. Seit mehr als 30 Jahren ist die Rasdorferin im Besitz des Jagdscheins – deshalb hat sie zu Wildgerichten eine ganz besondere Beziehung. Vom Erlegen des Tieres bis zum späteren Servieren kümmert sich die 59-Jährige um alle Schritte der Zubereitung selbst. Das ist zwar richtig viel Arbeit, ehe die köstliche Speise endlich auf dem Tisch steht und duftet, „aber ich weiß, wo das Fleisch herkommt“, sagt Baier. Nämlich aus ihrem Rasdorfer Revier.

An Weihnachten wird die ehrenamtliche Kreisbeigeordnete für ihre Familie leckeres Wildschwein auf den Tisch bringen, für unsere Leserinnen und Leser gibt sie ein Rezept für Wildkraftbrühe, geschmorte Frischlingskeule und Safran-Birne mit Vanilleeis preis. Das Essen an den Feiertagen will Baier aber nicht überbewerten: „Wir können uns das ganze Jahr über gut sattessen.“

Die Rasdorferin erinnert sich zurück an ihre Kindheit, als die Adventszeit und Weihnachten noch eine ganz andere Bedeutung in der Wahrnehmung der Menschen hatten. „Der Advent war im Gegensatz zu heute eine stille Zeit“, sagt sie. Zusammen mit Eltern, Geschwistern, Großeltern, Onkel, Tante und Lehrlingen sei regelmäßig gemeinsam gebetet worden. Für die Krippe habe man Strohhalme gesammelt. „Die Plätzchen und Lebkuchen, die wir gebacken haben, haben wir auch wirklich erst an Weihnachten gegessen“, merkt Baier an. Heute seien die Wochen vor Weihnachten mit Zeitdruck, Terminen und vielen Sitzungen überladen.

Glänzende Augen bekommt die Rasdorferin noch immer beim Gedanken an die „Weihnachtswurst“, eine Cervelatwurst. „Das war die beste, die ich je gegessen habe“, schwärmt Baier von der kleinen Stärkung nach der Christmette morgens um 4 Uhr. Dieser folgten später noch die Hirtenmesse und morgens das Hochamt. In einer religiösen Familie sei es ganz normal und schön gewesen, die Kirche mehr als nur einmal am 24. beziehungsweise 25. Dezember zu besuchen.

„Heiligabend gab es bei uns nichts Besonderes zum Essen“, erzählt die 59-Jährige. Früher sei das noch ein Tag gewesen, an dem man sich im Gegensatz zu heute nicht so voll gestopft habe. Traditionell habe sie sich am ersten Weihnachtsfeiertag auf Gänsepfeffer, eine dunkle Suppe unter anderem mit Gänseblut, gefreut. Dazu sei häufig noch ein Braten serviert worden.

Heute versucht die Rasdorferin, „Weihnachten traditionell, aber nicht kitschig“ zu begehen. An den Feiertagen wird ihre Familie zusammenkommen. „Das Auge isst mit“, sagt Baier. Deshalb hat sie sich zum Wildschwein auch eine besondere Tischdekoration überlegt. Weihnachtliche und jagdliche Elemente will sie miteinander kombinieren.

Die Tage bis Heiligabend verbringt die Rasdorferin unter anderem mit dem Schreiben von Weihnachtspost und dem Besuchen älterer, alleinstehender Menschen. Auch in der Adventszeit verzichtet die Autorin für das erste Hessische Wildkochbuch nicht auf die Jagd. „Das ist kein Hobby, sondern richtig Arbeit und bedeutet eine sinnvolle und verantwortungsvolle Nutzung der Natur“, sagt Baier.

„Gelungen ist der Heiligabend dann, wenn ich an alles gedacht und alle bedacht habe“, so die ehrenamtliche Kreisbeigeordnete.
Wer Informationen zur Zubereitung oder zur Beschaffung von Wildfleisch haben möchte, kann sich an Rita Baier unter der Telefonnummer (0 66 51) 3 92 wenden.

Hörnerschall im Gotteshaus

  • Mittwoch, 14. Mai 2008 um 21:50
  • Aktualisiert ( Mittwoch, 14. Mai 2008 um 21:53 )
Hörnerschall im Gotteshaus
1. Jagdhornbläserkorps „Diana“ Hünfeld gestaltete Messe im Kloster

Hünfeld
Die Darbietung von so genannten Hubertus-Messen, insbesondere in Verbindung mit katholischen Eucharistiefeiern, findet immer mehr Interessenten. Dies gilt nicht nur für den aktiven Teil, das heißt für Jagdhornbläser und Musiker, sondern auch von Freunden der Jagd und der Jagdmusik, die sich am Hörnerklang erfreuen. In der Hünfelder Klosterkirche gestaltete das 1. Jagdhornbläserkorps „Diana“ Hünfeld unter der Leitung von Meinrad Bender mit der „Hubertus-Messe für Jagdhörner in B“ von Reinhold Stief einen festlichen Abendgottesdienst.

Schon mehr als eine halbe Stunde vor der Messe waren die ersten Gottesdienstbesucher gekommen, um sich einen guten Platz zu sichern. Und das war auch gut so, denn die waidmännisch geschmückte Kirche hatte sich bis zum letzten Platz gefüllt, als die Jagdhornbläser still in das Gotteshaus einzogen, nachdem sie zuvor vor dem Portal das Jagdsignal „Begrüßung“ geblasen hatten.

Die „Hubertus-Messe für Jagdhörner in B“ wurde vom 1. Jagdhornbläserkorps „Diana“ Hünfeld bereits zum dritten Mal dargeboten. Doch diesmal, so Bender, war die Aufführung besonders gut gelungen. „Man merkte, dass unsere Bläser eine gewisse Routine und damit Sicherheit entwickelt haben. Damit gelang das Spiel diesmal besonders brillant“, resümierte Bender voller Freude. Dieser Eindruck täuschte denn auch nicht, denn Pater Martin Wolf (Omi), Zelebrant und Prediger der Messfeier, erhob den Gottesdienst und seine Gestaltung durch die Hünfelder Jagdhornbläser zum Auftakt der Festlichkeiten zum 110-jährigen Bestehen der Oblatengemeinschaft in der Haunestadt.

Dabei ist auch in der Literatur nachgewiesen, dass die jagdliche Musik in konzertanter Vortragsweise in Deutschland erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts Verbreitung und Liebhaber fand. Ihren Ursprung hat die Hubertus-Messe, vorgetragen durch Hörner, im benachbarten Frankreich, wo sie schon seit über 200 verbreitet ist. Reinhold Stief hatte sich in den 60-er Jahren dieser Musik angenommen und unter anderem die „Hubertus-Messe in B“ umgeschrieben für Jagdhörner. Das Original war nämlich gesetzt für Parforcehörner in Es, die entgegen den für Jagdsignale bestimmten Hörnern als Instrumente der so genannten konzertanten Jagdmusik einen wesentlich größeren Tonumfang besitzen.

Das ist eine umso beeindruckendere Form der konzertanten Jagdmusik. „Wir könnten mit unseren Jagdhörnern direkt von der Jagd in die Kirche gehen und eine Hubertus-Messe blasen“, sagt Bender. Eine Darbietungsform, die immer mehr Freunde findet, nicht nur in der Jägerschaft.

Lohn für ein Jahr des Paukens

  • Mittwoch, 14. Mai 2008 um 21:46
  • Aktualisiert ( Mittwoch, 14. Mai 2008 um 21:48 )
Lohn für ein Jahr des Paukens - Elf Jungjäger erhielten den Jagdschein / Nur ein Prüfling fiel durch

Hünfeld (HZ)
Ein ganzes Jahr lang, drei-, manchmal sogar viermal die Woche, haben sie gebüffelt, sich im Schießen mit der Jagdwaffe geübt und sind durch Wald und Flur gestreift: Jetzt konnten elf Jungjäger voller Stolz ihren Jagdschein entgegen nehmen. Ausgerichtet worden war der Vorbereitungslehrgangs vom Jagdverein „Diana Hünfeld“.

Die Prüflinge waren in diesem Jahr sehr gut vorbereitet, so dass von zwölf Kandidaten nur einer durchfiel. Im Landesschnitt beträgt die Quote immerhin bis zu einem Drittel. Bei der Feier in Molzbach sagte Lehrgangsleiter Klaus Wolff, die Bevölkerung gehe mittlerweile sehr viel aufgeschlossener mit dem Handwerk der Jäger um. Die starke Zunahme des Schwarzwildes habe den Menschen verdeutlicht, welche Bedeutung den Jägern bei der Einhaltung eines gesunden Gleichgewichts in der Natur zukomme. Vielen sei klar geworden, dass der Jäger bereits Natur- und Umweltschutz praktiziert habe, als es diese heute so viel strapazierten Begriffe noch gar nicht gegeben habe.

Um sich auf die Prüfung vorzubereiten, haben die Jungjäger nach dem Unterricht in Lern- und Arbeitsgruppen ihr Wissen vertieft. Die Prüfung wird nach der neuen Prüfungsordnung im April abgelegt und besteht aus vier Teilen, die im Abstand von jeweils einer Woche abgefragt werden. Früher zog sich die Prüfung über ein viertel Jahr hin und kostete viele Nerven.

Im schriftlichen Teil wird das Wissen aus 55 Unterrichtseinheiten überprüft. Dabei werden in vier Wissengebieten jeweils 25 Fragen gestellt, wobei mindestens 15 Antworten korrekt sein müssen. Neben der praktischen und der mündlichen Prüfung, die aus 40 Fragen besteht, müssen beim Schießen drei Schüsse auf den Rehbock, drei auf den Überläufer und acht auf den Kipphasen abgegeben werden.

Kreisjagdberater Jürgen Manns, zugleich Mitglied in der Ausbildungskommission des Jagdvereins Hünfeld, erteilte den Jungjägern in alter Tradition mit dem so genannten Hirschfänger den Jägerschlag. Damit sind die Prüflinge in den Kreis der Jägergilde aufgenommen. Manns verpflichtete die Jungjäger, die nun über Leben und Tod von frei lebenden Tieren entscheiden können, die Jägerehre hoch zu halten und den oft unsachlichen Anfeindungen sachlich und fachlich entgegenzutreten.

Der Sprecher der Jungjäger, Matthias Förster aus Grüsselbach, bedankte sich bei den Ausbildern für „die ausgezeichnete Zusammenarbeit“ und für die Vermittlung des ungemein vielseitigen Wissens. Ein Grußwort sprach auch Peter Lohfink, Vorsitzender des Jagdvereins.

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