Jagdverein Diana Hünfeld e.V.

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Hörnerschall im Gotteshaus

  • Mittwoch, 14. Mai 2008 um 21:50
  • Aktualisiert ( Mittwoch, 14. Mai 2008 um 21:53 )
Hörnerschall im Gotteshaus
1. Jagdhornbläserkorps „Diana“ Hünfeld gestaltete Messe im Kloster

Hünfeld
Die Darbietung von so genannten Hubertus-Messen, insbesondere in Verbindung mit katholischen Eucharistiefeiern, findet immer mehr Interessenten. Dies gilt nicht nur für den aktiven Teil, das heißt für Jagdhornbläser und Musiker, sondern auch von Freunden der Jagd und der Jagdmusik, die sich am Hörnerklang erfreuen. In der Hünfelder Klosterkirche gestaltete das 1. Jagdhornbläserkorps „Diana“ Hünfeld unter der Leitung von Meinrad Bender mit der „Hubertus-Messe für Jagdhörner in B“ von Reinhold Stief einen festlichen Abendgottesdienst.

Schon mehr als eine halbe Stunde vor der Messe waren die ersten Gottesdienstbesucher gekommen, um sich einen guten Platz zu sichern. Und das war auch gut so, denn die waidmännisch geschmückte Kirche hatte sich bis zum letzten Platz gefüllt, als die Jagdhornbläser still in das Gotteshaus einzogen, nachdem sie zuvor vor dem Portal das Jagdsignal „Begrüßung“ geblasen hatten.

Die „Hubertus-Messe für Jagdhörner in B“ wurde vom 1. Jagdhornbläserkorps „Diana“ Hünfeld bereits zum dritten Mal dargeboten. Doch diesmal, so Bender, war die Aufführung besonders gut gelungen. „Man merkte, dass unsere Bläser eine gewisse Routine und damit Sicherheit entwickelt haben. Damit gelang das Spiel diesmal besonders brillant“, resümierte Bender voller Freude. Dieser Eindruck täuschte denn auch nicht, denn Pater Martin Wolf (Omi), Zelebrant und Prediger der Messfeier, erhob den Gottesdienst und seine Gestaltung durch die Hünfelder Jagdhornbläser zum Auftakt der Festlichkeiten zum 110-jährigen Bestehen der Oblatengemeinschaft in der Haunestadt.

Dabei ist auch in der Literatur nachgewiesen, dass die jagdliche Musik in konzertanter Vortragsweise in Deutschland erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts Verbreitung und Liebhaber fand. Ihren Ursprung hat die Hubertus-Messe, vorgetragen durch Hörner, im benachbarten Frankreich, wo sie schon seit über 200 verbreitet ist. Reinhold Stief hatte sich in den 60-er Jahren dieser Musik angenommen und unter anderem die „Hubertus-Messe in B“ umgeschrieben für Jagdhörner. Das Original war nämlich gesetzt für Parforcehörner in Es, die entgegen den für Jagdsignale bestimmten Hörnern als Instrumente der so genannten konzertanten Jagdmusik einen wesentlich größeren Tonumfang besitzen.

Das ist eine umso beeindruckendere Form der konzertanten Jagdmusik. „Wir könnten mit unseren Jagdhörnern direkt von der Jagd in die Kirche gehen und eine Hubertus-Messe blasen“, sagt Bender. Eine Darbietungsform, die immer mehr Freunde findet, nicht nur in der Jägerschaft.

Lohn für ein Jahr des Paukens

  • Mittwoch, 14. Mai 2008 um 21:46
  • Aktualisiert ( Mittwoch, 14. Mai 2008 um 21:48 )
Lohn für ein Jahr des Paukens - Elf Jungjäger erhielten den Jagdschein / Nur ein Prüfling fiel durch

Hünfeld (HZ)
Ein ganzes Jahr lang, drei-, manchmal sogar viermal die Woche, haben sie gebüffelt, sich im Schießen mit der Jagdwaffe geübt und sind durch Wald und Flur gestreift: Jetzt konnten elf Jungjäger voller Stolz ihren Jagdschein entgegen nehmen. Ausgerichtet worden war der Vorbereitungslehrgangs vom Jagdverein „Diana Hünfeld“.

Die Prüflinge waren in diesem Jahr sehr gut vorbereitet, so dass von zwölf Kandidaten nur einer durchfiel. Im Landesschnitt beträgt die Quote immerhin bis zu einem Drittel. Bei der Feier in Molzbach sagte Lehrgangsleiter Klaus Wolff, die Bevölkerung gehe mittlerweile sehr viel aufgeschlossener mit dem Handwerk der Jäger um. Die starke Zunahme des Schwarzwildes habe den Menschen verdeutlicht, welche Bedeutung den Jägern bei der Einhaltung eines gesunden Gleichgewichts in der Natur zukomme. Vielen sei klar geworden, dass der Jäger bereits Natur- und Umweltschutz praktiziert habe, als es diese heute so viel strapazierten Begriffe noch gar nicht gegeben habe.

Um sich auf die Prüfung vorzubereiten, haben die Jungjäger nach dem Unterricht in Lern- und Arbeitsgruppen ihr Wissen vertieft. Die Prüfung wird nach der neuen Prüfungsordnung im April abgelegt und besteht aus vier Teilen, die im Abstand von jeweils einer Woche abgefragt werden. Früher zog sich die Prüfung über ein viertel Jahr hin und kostete viele Nerven.

Im schriftlichen Teil wird das Wissen aus 55 Unterrichtseinheiten überprüft. Dabei werden in vier Wissengebieten jeweils 25 Fragen gestellt, wobei mindestens 15 Antworten korrekt sein müssen. Neben der praktischen und der mündlichen Prüfung, die aus 40 Fragen besteht, müssen beim Schießen drei Schüsse auf den Rehbock, drei auf den Überläufer und acht auf den Kipphasen abgegeben werden.

Kreisjagdberater Jürgen Manns, zugleich Mitglied in der Ausbildungskommission des Jagdvereins Hünfeld, erteilte den Jungjägern in alter Tradition mit dem so genannten Hirschfänger den Jägerschlag. Damit sind die Prüflinge in den Kreis der Jägergilde aufgenommen. Manns verpflichtete die Jungjäger, die nun über Leben und Tod von frei lebenden Tieren entscheiden können, die Jägerehre hoch zu halten und den oft unsachlichen Anfeindungen sachlich und fachlich entgegenzutreten.

Der Sprecher der Jungjäger, Matthias Förster aus Grüsselbach, bedankte sich bei den Ausbildern für „die ausgezeichnete Zusammenarbeit“ und für die Vermittlung des ungemein vielseitigen Wissens. Ein Grußwort sprach auch Peter Lohfink, Vorsitzender des Jagdvereins.

Jagdhornbläser waren zwei mal vorne dabei

  • Dienstag, 13. Mai 2008 um 20:22
Jagdhornbläser waren zwei Mal vorne dabei

Hünfelder Teilnehmer schnitten beim Landes- und Bundeswettbewerb bei Darmstadt gut ab / Plätze 3 und 11

Kranichstein (HZ)
Die wunderschöne Kulisse des weitläufigen Parks des Jagdschlosses Kranichstein bei Darmstadt bildete den Rahmen für den Landes- und Bundeswettbewerb im Jagdhornblasen. Über 1000 Bläserinnen und Bläser aus ganz Deutschland reisten an, um in vier unterschiedlichen Wertungsgruppen ihr Können unter Beweis zu stellen.

Präsentieren die Bläsergruppen in den Wertungskategorien C, B und A mit den so genannten Kleinen Fürst-Pless Hörnern ihre bläserische Fertigkeit, so ist der Anspruch in der Klasse G, der Königsklasse im Jagdhornblasen, am größten. Perfekte Vielstimmigkeit mit den Fürst-Pless- und den großen Parforce-Hörnern ist gefordert. Fünf Wertungsrichter aus Deutschland und Österreich hatten die Aufgabe, das Können jeder Gruppe nach den Wertungskriterien notengerechter Vortrag, Tonreinheit und Gesamteindruck zu beurteilen.

Bei für alle Beteiligten sehr schwierigen äußeren Bedingungen – das Thermometer kletterte teilweise über 35 Grad Celsius – stellte das 1. Jagdhornbläserkorps im Jagdverein Diana Hünfeld unter der Leitung von Meinrad Bender sein Können unter Beweis. Die 15 Bläserinnen und Bläser, von denen vier erst seit drei Jahren der Jagdmusik frönen, erreichten bei den Hessischen Landesmeisterschaften einen sehr guten dritten Platz und qualifizierten sich damit für den tags darauf angesetzten Bundeswettbewerb.

Eine deutliche Leistungssteigerung führte dazu, dass sich die Aktiven gegen die Konkurrenz aus Deutschland unter 29 Bläsergruppen einen 11. Platz erkämpften und somit knapp hinter Hubertus Bergstraße zweitbestes hessisches Bläserkorps wurden.

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